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08.02.21

Was tun, wenn die Decke auf den Kopf fällt? - Tipps für Familien im Lockdown

Zusammenhalt
© Pixabay

Landkreise – Gesundheitsämter, Pflegepersonal und Krankenhäuser: Die Belastungsgrenzen sind erreicht. Auch in den Familien der Region steigt die Anspannung und die Stimmung ist oft gedrückt. Vermehrt werden Krisenfälle bei der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche angemeldet. Immerhin hat sich die emotionale Befindlichkeit bei Kindern und Jugendlichen um 30 % verschlechtert, wie uns Dr. Alexander Lohmeier, Leiter der Beratungsstelle, im BAYERNWELLE-Interview erzählt hat.

Die Themen, mit denen die Familien zu ihm kommen, haben sich im letzten Jahr stark verändert. Die Depressionen nehmen zu, auch die Zahl der Jugendlichen mit Suizidgedanken. Das ist ein ernstzunehmendes Problem. Noch dazu, weil keine Schule ist. Das Homeschooling ist nicht nur ein Faktor, der auf die Psyche drückt. „In der Schule fällt es normalerweise schnell auf, wenn mit einem Kind etwas nicht stimmt. Die Lehrer rufen dann bei den Eltern an. Das fällt jetzt weg“, so Lohmeier zur BAYERNWELLE. Sprich, die Aufmerksamkeit der Eltern ist gefragt.

Wie erkenne ich, dass mein Kind ernsthafte Probleme hat und nicht nur der Pubertät geschuldet launisch ist?

„Man erkennt es, wenn ein Kind einfach durchhängt. Wenn es sich nur zurückzieht und so überhaupt kein Spaß vorhanden ist. Wenn die Gefühlsregulation so nach unten in den Keller geht“, erklärt Lohmeier weiter. Dann rät er allen Eltern, dem Kind Hoffnung zu geben. Das Kind ermutigen, etwas beibringen und versuchen aufzuheitern. Und wenn all das nichts bringt, dann jederzeit bei der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche melden.

Beratung auch während des Lockdowns

Egal ob telefonisch oder auch persönlich: Sie bekommen nach wie vor Hilfe bei allen Themen und Problemen. Sei es, wenn sich Ihr Kind verändert und immer schlecht gelaunt ist, sich zurückzieht. Aber auch, wenn Sie Fragen zum Medienkonsum haben. Auch der hat unweigerlich in der Corona-Zeit zugenommen. Wie viel ist noch ok? Und wie kann ich hier Grenzen setzen? Auch dazu bekommen Sie Antwort bei der Caritas-Beratungsstelle.

Wie fällt uns die Decke erst gar nicht auf den Kopf?

Das Konfliktpotential in so einer Situation ist hoch. Homeschooling plus Homeoffice belastet nicht nur die Nerven, sondern auch die Internetleitung. Bricht die Verbindung dann genau in einem wichtigen Moment zusammen, schieben wir die Schuld gerne auf den, der auch gerade das Internet nutzt, was nicht gerade förderlich für die gute Stimmung ist. Dr. Alexander Lohmeier rät, viel raus zu gehen. „Wir haben das Glück, dass wir nicht in Neuperlach wohnen. Wir haben Natur um uns herum und das sollten wir nutzen. Nehmen Sie die Kinder mit nach draußen. Auch, wenn die vielleicht gar nicht so Lust darauf haben - am Ende gefällt es ihnen dann meistens doch.“

Freiraum ist auch ganz wichtig

Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich zurückziehen zu können. Und das sollten wir auch akzeptieren. Jedes Familienmitglied braucht zwischendrin mal Zeit für sich allein. „Das ist mit Geschwistern oft nicht ganz einfach. Eltern sollten hier allerdings verstärkt drauf achten und ermöglichen, dass jeder Zeit für sich bekommt“, rät Dr. Alexander Lohmeier weiter.

Das Problem ist auch oft die Hoffnung, erzählt Lohmeier. Wir Erwachsenen denken an den Impfstoff und daran, dass vielleicht bis zum Ende des Jahres viele geimpft sind und wir langsam zurück zur Normalität kehren können. „Kinder denken nicht in solchen Zeitdimensionen. Die Perspektive fehlt und das ist für Kinder sehr belastend. Die sehen, dass sie zu Hause sind, das geht schon so lange und das frustriert.“

Deshalb wäre Schule ein ganz wichtiger Faktor für die Kinder und Jugendlichen. „Es ist nur immer die Frage, was können wir uns wünschen und was ist realistisch? Ich glaube schon, dass das nicht ganz einfach ist. Wie machen wir auf? Wie schnell machen wir auf? Aber der Wunsch wäre natürlich, die Schulen möglichst schnell wieder aufmachen zu können. Natürlich hygieneverträglich“ Bis dahin ist Durchhalten angesagt. 

Bei Fragen oder Problemen können Sie sich bei der Caritas-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche melden unter:

0861/ 988 77 610

Neben der Hauptstelle in Traunstein gibt es auch Außenstellen in Trostberg, Traunreut und Grassau, in die Sie zur persönlichen Beratung kommen können.

Auch die Familienstützpunkte in der Region sind weiter für Sie da. Alle Infos dazu finden Sie HIER

Und Videos mit Tipps und Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie HIER

 



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