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18.01.23

Mobilfunk: Verlieren wir den Anschluss?

Handy am Steuer
© Symbolbild Pixabay

Chiemgau/Berchtesgadener Land - In Wirtschaft und Politik ist es längst bekannt: Gutes Internet und Mobilfunk sind Standortvorteile. Vor allem, weil moderne Mobilfunk-Anwendungen immer wichtiger für die regionale Wirtschaft werden, stellt sich die Frage, warum wir in unserer Region immer noch so viele Funklöcher haben.

Ein besonderes Ärgernis, vor allem für Pendler, ist der Handyempfang auf der Bahnstrecke Salzburg-München. Über weite Abschnitte der Strecke ist eine Verbindung zum Internet Glückssache. Dafür können aber nicht die Mobilfunk-Anbieter verantwortlich gemacht werden, sagt Markus Jodl von der Deutschen Telekom. Auf der ganzen Strecke sei das Netz gut bis sehr gut, so Jodl im BAYERNWELLE-Interview. Leider seien Züge aber gut gegen Funkwellen isoliert. Man müsste nur das Fenster aufmachen und hätte praktisch durchgehend gutes Netz. Da das aber in modernen Zügen nicht möglich ist, müssen die Bahn-Betreiber technisch dafür sorgen, dass das Netz in den Zug kommt. Es brauche also auch die Bereitschaft der Bahnunternehmen.

Grundsätzlich, so Jodl, würde viel unternommen, um das Netz auch in unserer Region so gut wie möglich zu schließen. Gerade an den Bahnstrecken Deutschlands werde im Schnitt alle zweieinhalb Tage eine Mobilfunk-Station errichtet. Allein im Berchtesgadener Land wurden im vergangenen Quartal drei neue Sendeanlagen installiert. Auch im Landkreis Traunstein sind drei neue Stationen hinzugekommen. Drei weitere wurden technisch aufgerüstet, um mehr Daten mit höherer Geschwindigkeit übertragen zu können.

Wer sich in Chiemgau und Berchtesgadener Land auskennt, weiß auch, dass wir hier im Voralpenland wirklich wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften haben. Was aber das Auge erfreut - nämlich die Hügellandschaft des Voralpenlandes - stört auch den Mobilfunk. Deshalb brauchen wir gerade im schwierigeren Gelände mehr Mobilfunksender. Das kostet Geld, verbraucht Ressourcen und dauert deshalb auch etwas länger, als in großen Städten oder im Flachland.

Entsprechend wirken sich auch die Schwierigkeiten beim Bau stärker aus. Kait-Bo Bachmann ist bei der Firma Abel Mobilfunk in Engelsberg für die Geschäftsentwicklung zuständig. Im BAYERNWELLE-Interview hat er erklärt, dass es vor allem bei der Standortfindung immer wieder Probleme gebe. Er wünscht sich dafür mehr Offenheit von Seiten der Gemeinden. Sie sollten im eigenen Interesse aktiver Standorte für Sendeanlagen finden, die sie vermieten können - das sei gut fürs Netz am Standort und für die Gemeindekasse. Auch private Immobilieneigentümer könnten durch die Vermietung von Standorten mithelfen und gleichzeitig finanziell profitieren. Hier gibt es weitere Infos

Auch der Fachkräftemangel wirkt sich laut Bachmann auf den Netzausbau aus. Zwar sei die Firma Abel derzeit gut aufgestellt, grundsätzlich aber sieht er die fehlenden Arbeitskräfte als zunehmendes Problem. Nicht nur in der Branche selbst. So seien zum Beispiel auch Genehmigungsverfahren durch die dünne Personaldecke in manchen Verwaltungen oft länger als nötig.

Dazu kommt, so Kait-Bo Bachmann, dass die Ansprüche immer weiter steigen. So bräuchten zum Beispiel immer mehr Anlagen für die Genehmigung ein eigenes Konzept zur Landschaftspflege. Grundsätzlich kein Problem - außer, es gibt keine Landschaftsgärtner, die das tun können. Die hätten schließlich auch zu wenig Kapazitäten.

Den Fachleuten zufolge können wir also auch in Chiemgau und Berchtesgadener Land mit zunehmend besserem Mobilfunknetz rechnen. Es braucht nur ein bisschen länger. Nicht nur wegen der Landschaft im Voralpenland. Es ist auch die Unterstützung aus allen Gesellschaftsbereichen nötig. Von Privatpersonen, die Standorte vermieten, bis hin zu aufgeschlossenen Verwaltungen mit möglichst effektiven Genehmigungsverfahren.

 



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