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18.01.22

Ist der Abschuss die Lösung?

Wolf Winter
© Symbolbild Pixabay

UPDATE DIENSTAG MITTAG:

Region - Der Bund Naturschutz in Bayern will gegen den möglichen Abschuss eines Wolfes im Chiemgau bzw Berchtesgadener Land klagen. Das haben die Naturschützer am Vormittag bekanntgegeben.

Sie können die Begründung nicht nachvollziehen, mit der die Regierung von Oberbayern die Abschussgenehmigung ausnahmsweise erteilt hat. Da hieß es, der Wolf stelle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar, also für den Menschen. Der Bund Naturschutz sieht das ganz anders: Der Wolf habe sich keineswegs ungewöhnlich gegenüber Menschen verhalten. Deswegen argumentieren die Naturschützer, dass ein Abschuss nicht rechtmäßig wäre und deswegen klagen sie. Hier geht es zur genauen Begründung

Vor allem Landwirte hatten den Abschuss gefordert, weil der Wolf in den vergangenen Monaten in der Region immer wieder Nutztiere gerissen hat.

 

ERSTMELDUNG DIENSTAG FRÜH

Region - Er ist zum Abschuss freigegeben: Der Wolf, der schon seit Monaten immer wieder Schafe oder Rehe zwischen Chiemsee und Königssee gerissen hat. Die Diskussionen haben aber gerade erst begonnen: Lässt sich auf lange Sicht verhindern, dass der Wolf bei uns wieder heimisch wird?

Die Regierung von Oberbayern hat jetzt eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, in der alle weiteren Einzelheiten des Abschusses geregelt sind. Demnach dürfen den Wolf nur offizielle Jäger oder Forstbedienstete mit Jagdschein schießen - und die Ausnahmeregelung gilt auch nur bis 31. März 2022. Die Regierung von Oberbayern war es auch, die am Freitag grundsätzlich beschlossen hat, dass dieser regionale Wolf ausnahmsweise geschossen werden darf.  Weil er sich schon wiederholt in der Nähe von Häusern aufgehalten hat, sehen die Behörden in diesem Wolf eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Unter anderem gibt es ein Video, das einen Wolf zeigt, wie er mitten durchs Ortszentrum von Bergen spaziert. Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber begrüßt die Erlaubnis zum Abschuss dieses "Problemwolfs".

Naturschützer sehen die Entscheidung dagegen kritisch. Sie halten es für sehr unwahrscheinlich, dass der Wolf einen Menschen angreift. Und was den Schutz von Schafen oder Ziegen auf einer Weide angeht – da sagt der Landesbund für Vogelschutz: Elektrozäune oder Herdenschutzhunde bewirken auf Dauer deutlich mehr als das Abschießen eines Wolfes. Denn sobald der nächste Wolf hier auftaucht, geht das Problem von vorne los. 

Hier bekommen Sie Infos zu einem entsprechenden staatlichen Förderprogramm

Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich im Wald einem Wolf begegne?

„Nicht davonlaufen“, sagt Willi Reinbold, Wolfs-Experte vom Landesbund für Vogelschutz. „Davonlaufen könnte nämlich einen Jagdinstinkt auslösen.“ Auch lautes Ansprechen des Wolfs empfiehlt der Fachmann - dann macht sich der Wolf von selbst aus dem Staub. Wenn Sie einen Hund dabei haben, dann nehmen Sie diesen unbedingt an die Leine. Sonst sieht der Wolf Ihren Hund als Eindringling in sein Revier und greift ihn möglicherweise an.



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