28.03.25
Es wird wärmer in den Alpen

Traunstein – In den Alpen erwärmt sich die Durchschnittstemperatur doppelt so schnell verglichen mit dem globalen Durchschnitt – mit spürbaren Folgen für Natur, Landwirtschaft und unsere Gesundheit. Genau darum geht es am Freitag / 28. März beim Klimasymposium in der Klosterkirche Traunstein.
Die Regionalgruppe Scientists for Future Traunstein organisiert eine Vortragsreihe mit Experten. David Pichler, der Geschäftsführer der Bergwacht Chiemgau, erklärt zum Beispiel, was der Klimawandel für die Sicherheit in den Bergen und den Tourismus bedeutet. Schwindender Permafrostboden und schmelzendes Eis führen beispielsweise zu vermehrtem Steinschlag. Durch sich ändernde Niederschlagsmuster verändern sich auch die Schneedecken, sodass die Lawinengefahr neu eingeschätzt werden muss. Zudem wird der Schnee sulziger und weniger. Die Gletscher werden generell von weniger Schnee bedeckt, wodurch die Spaltensturzgefahr steigt – wobei es in der Region keine großen Gletscher gibt.
Die Trockenheit und das Abschmelzen der Gletscher können zu Wassermangel auf den Hütten führen, was entsprechende Rationierungen, etwa bei der Körperhygiene, notwendig machen kann. Die Hütten stellen sich darauf ein, zum Beispiel mit Trockentoiletten.
Zudem kommt die Bergwacht auch bei Katastrophen zum Einsatz, die durch Extremwetter verursacht wurden. Bei Bergwald- und Vegetationsbränden unterstützen die Bergwachtler die Feuerwehren mit Sicherungsarbeiten. Bei Hochwasser sind sie für die Luftrettung verantwortlich, und bei Schneekatastrophen schaufeln sie den Schnee von den Dächern.
Ebenso der Einfluss von Hitze und Extremwetter auf die Landwirtschaft und die Gesundheit der Menschen wird von weiteren Fachleuten thematisiert.
Das Klimasymposium findet am Freitag ab 19 Uhr in der Klosterkirche Traunstein statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.
Auch in der darauffolgenden Woche finden noch Veranstaltungen statt.